Hallescher Osten

Freiimfelde/Kanenar Weg (Stadtbezirk Mitte)

Das Stadtviertel Freiimfelde/Kanenaer Weg liegt, obwohl weit östlich und noch hinter dem Hauptbahnhof, im Stadtbezirk Mitte. Die Grenzstraße im Osten des Viertels erfüllt ihren Zweck als Grenze zu den Stadtteilen Diemitz und Büschdorf, während der Süden des Viertels noch über die Europachausse hinaus reicht und am Hufeinsensee endet.

Zu großer Bekanntheit gelangte das Viertel durch die Freiraumgalerie. Inzwischen ein Projekt von stadtweiter Tragweite, begann 2012 in der Freiimfelder Straße urbane Kunst die Häuserfassaden zu erklimmen. Die kunstvoll gestalteten Straßenzüge sind ein absoluter Blickfang in dem ansonsten durch Architektur der 50er Jahre, Kleingartenanlagen und Gewerbeflächen geprägten Stadtviertels.

Foto: Thomas Ziegler

Foto: Thomas Ziegler

Halle-Ost

Östlich an Freiimfelde/Kanenaer Weg grenzt der Stadtbezirk Halle Ost. Zu ihm gehören unter anderem die Stadtteile Diemitz und Dautzsch.

Diemitz, ursprünglich eine slawische Siedlung, war lange Zeit eines der „Gemüsedörfer“ rund um Halle, wo hauptsächlich Gurken und Kümmel angebaut wurden. Dank der industriellen Entwicklung konnte der Stadtteil zu einem Gewerbe- und Wirtschaftsstandort in Halle aufsteigen. Besonders prägend für das Viertel ist das große Kathi-Werk. Das hallenser Familienunternehmen hatte hier seit 1959 zunächst seinen zweiten Firmensitz. Nachdem es zwischenzeitlich zwangsweise der DDR überlassen werden musste, gelangte es nach der Wende wieder zu der Familie von Kaethe Thiel. Seit Anfang der 90er Jahre ist der neue (alte) Firmensitz nun wieder in Diemitz.

Dautzsch ist aufgrund der Gegebenheit, dass es innerhalb von Halle verhältnismäßig viel Bauland anzubieten hat, ein beliebtes Wohngebiet. Von besonderem Interesse ist es damit in erster Linie für Familien. Bereits seit Mitte des letzten Jahrhunderts befindet sich in dem Viertel eine Einfamilienhaussiedlung, die in den Folgejahren ständig erweitert wurde. Kennzeichnend für das Viertel sind die zwei Porphyr-Erhöhungen, der Große und der Kleine Dautzsch. Sie stehen als Biotope unter Naturschutz und waren namensgebend für das heutige Wohngebiet.

Foto: Thomas Ziegler

Foto: Thomas Ziegler

​Die eher dörfliche Lage von Dautzsch gibt auch Aufschluss über die Anbindung an das Stadtzentrum. Eine direkte Straßenbahnverbindung existiert zwar nicht, aber die Stadtbusse lassen auch die ländlichen Gegenden Halles nicht aus. So gelangt man in 30 bis 40 Minuten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ins Stadtinnere und in 20 Minuten mit dem Rad oder (je nach Verkehrslage) auch mit dem Auto.
Doch auch in Diemitz sind trotz des gewerblicheren Einschlags keine Straßenbahnschienen zu finden. Dafür sind die Bushaltestellen gut erreichbar und werden häufig angefahren, sodass der Weg ins Zentrum mit Bus und Bahn ca. 20 bis 30 Minuten in Anspruch nimmt, mit dem Rad sogar nur 12 bis 15 Minuten.

Damit sind beide Stadtteile, wenn auch weiter außerhalb, trotzdem gut mit dem Stadtkern vernetzt und haben jeweils auf ihre Art eine besondere Bedeutung für Halle.