Altstadt

In diesem Stadtviertel entdeckt man an fast jeder Straßenecke ein anderes bedeutendes Gebäude oder Museum. Die Moritzburg bspw. hatte ihre Hochzeit Anfang des 16. Jhd. An sie grenzt eng der Mühlgraben als Seitenarm der Saale an und zeichnet ein ebenso malerisches Bild wie die Burg einst selbst. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie leider derart zerstört, dass ihre Ruine für die nächsten 250 Jahre nur noch eine Erinnerung dessen war, was sie einmal zu sein pflegte. Ein Zeugnis ihrer Zeit. Erst mit dem Ende des 19. Jhd. zog wieder Leben in die alten Gemäuer, sodass bis 1917 das Kunstmuseum von Halle darin untergebracht wurde. Bis heute hat es nichts an Bedeutung verloren. BesucherInnen von überall her lockt sie allein schon aufgrund ihrer Architektur an. Die Dauerausstellung gebietet eine umfangreiche Sammlung zahlreicher Gemälde, Grafiken, Fotografien, Münzsammlungen und Grafiken, die mitunter bis ins Mittelalter zurückgehen, und erfreut sich immer großer Beliebtheit. Die teilweise mehrmals im Jahr wechselnden Sonderausstellungen sind immer zu spannenden Themen von nationaler und internationaler Bedeutung, oft auch mit regionalem Bezug. Ein Besuch lohnt sich hier immer.

Foto: David Köster

Foto: David Köster

 

Mit dem Stadtmuseum Christian-Wolff-Haus und dem Beatles-Museum sind noch mehr Museen in diesem Stadtviertel zu finden. Auch die Stadtbibliothek ist am Hallmarkt vertreten, der sich unterhalb des eigentlichen Marktplatzes befindet. Die Zoologischen Sammlungen befinden sich ebenfalls in der Altstadt und davon wiederum nur eine Straße entfernt, steht das Händel-Haus, ein Museum zu Georg Friedrich Händel, das jährlich die berühmten Händel-Festspiele ausrichtet. Passend dazu ist auf dem Marktplatz auch noch die bekannte Händel-Statue zu sehen.

In der Großen Ulrichstraße sowie in ihrer Parallelstraße, der in Halle noch weitaus beliebteren und bekannteren Kleinen Ulrichstraße, finden sich zahlreiche Lokale, Restaurants, charmante Cafés und Bistros. Zu jeder Tageszeit kann hier gegessen und Kaffee getrunken werden, auch vegetarische und vegane Küche ist problemlos zu finden und durch die verschiedenen angebotenen Nationalitäten und Konzepten hinter den Cafés sind die Möglichkeiten quasi unbegrenzt. Die Lokale sind dabei so vielseitig wie interessant. Mit ihrer Nähe zum Marktplatz und der Universität, deren Hauptcampus mit dem neugebauten Audimax und den beeindruckenden Altbauten samt Aula ebenfalls in diesem Teil der Stadt liegt, sind beide Straßen immer belebt und bieten trotzdem für jeden Platz.

Foto: David Köster

Foto: David Köster

Ein guter Start- und Endpunkt bildet aber immer der zweigeteilte Marktplatz, dem Herzstück der Altstadt. Von hier aus lässt sich nämlich hervorragend das Wahrzeichen der Stadt betrachten, die „Fünf Türme“. Sie bilden sich aus den vier Türmen der Marktkirche und der Spitze des Roten Turms. Also schon allein dafür, die „Fünf Türme“ nicht nur als beliebtes Motiv auf einer Postkarte zu sehen, lohnt sich der Weg in die Altstadt von Halle.